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Pflicht für Winterreifen ? Seit 3.12.2010 gibt es die situative Winterreifenpflicht in Deutschland. Das heißt: Wer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit dem Auto unterwegs ist, muß Winterreifen montiert haben. Wie ist der "Winterreifen" definiert? Der Reifen muß die Kennung M+S bzw. das Schneeflocken-Symbol tragen.
Ganzjahresreifen mit dieser Kennung erfüllen diese Anforderung auch. Wer ohne Winterreifen erwischet wird, auch ohne daß er jemanden behindert, muß ein Bußgeld in Höhe von 40 € bezahlen und bekommt in Flensburg einen Punkt eingetragen. Wer ohne Winterreifen fährt und den Verkehr behindert muß ein Bußgeld in Höhe von 80 € bezahlen und bekommt auch einen Punkt in Flensburg eingetragen. Die Strafe bekommt der FAHRER nicht der Halter ! Die Winterreifenpflicht besteht auch für Fahrzeuge mit ausländischer Zulassung ! Gesetzliche Bestimmungen für Winterreifen
Wo müssen die besseren Reifen montiert werden ? Immer wieder gibt es Diskussionen wo die "besseren" Reifen montiert werden sollen. Es gibt hier nur eine richtige Antwort: auf die Hinterachse ! Egal ob Heck- oder Frontantrieb. Für die Fahrstabilität ist die Hinterachse verantwortlich. Reifen haben vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Sie übertragen sämtliche Bewegungen des Autos auf die Straße: beschleunigen, Kurven nehmen, Richtung einhalten, bremsen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sollte die Reifenprofiltiefe nicht unter drei bis vier Millimeter liegen. In riskanten Situationen sind gute Reifen besonders wichtig. Dabei ist es für den Fahrer meist einfacher, auf ein Ausbrechen der Vorder- als der Hinterachse zu reagieren. Kommt es beispielsweise in einer nassen Kurve dazu, dass die Reifen nicht mehr greifen, kann das Auto nach außen rutschen. Im Fachjargon heißt das, die Seitenführungskräfte haben nachgelassen, und das Auto untersteuert. Das ist gefährlich, aber oft beherrschbar. Der Wagen ändert seine Fahrtrichtung meist nicht. Zu wenig Grip an den Hinterrädern kann dagegen dazu führen, dass der Wagen unkontrollierbar wird und ins Schleudern gerät. Ein seitlicher Aufprall kann die Folge sein. Wenige Fahrer haben solche Situationen im Griff. Zusätzlich ist von Bedeutung, dass die meisten Sicherheitsvorkehrungen im Auto auf einen Frontalzusammenstoß ausgelegt sind. Auch die Knautschzone kommt nur bei einem Aufprall von vorne zum Einsatz. Seitliche Unfälle ergeben daher oft sehr viel schwer wiegendere Schäden als frontale. Auch deshalb gehört das bessere Reifenpaar auf die Hinterachse. Wann müssen Räder ausgewuchtet werden ? Lassen Sie Ihre Räder unbedingt auswuchten, wenn die
Reifen ohne Felgen gelagert waren. Doch auch wenn z.B. Ihre Sommerreifen auf
einem zweiten Felgensatz montiert sind, ist es sinnvoll, sie beim Wechsel gleich
auf Unwucht kontrollieren zu lassen - eine Garantie für mehr Sicherheit und
Fahrkomfort. Auf jedem Fall müssen die Reifen überprüft werden, sobald sich
ungewohnte Vibrationen bei Ihrem Fahrzeug bemerkbar machen, zum Beispiel ein
Zittern des Lenkrades bei Geschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h. Denn
bereits bei einer relativ "geringen" Unwucht - schon 10 g wirken bei
100 km/h wie 2,5 kg - sind unruhige Fahrbewegungen wie Taumeln und Flattern des
Rades möglich. Abgesehen von einer Reduzierung des Fahrkomforts kann eine
Unwucht zu ungleichmäßigem Profilabrieb der Lauffläche und höherem
Verschleiß der Reifen führen. Auch die Stoßdämpfer werden stärker belastet. Falscher Luftdruck und die Folgen
Richtige Reifenlagerung Beim
Wechsel der Winterreifen gegen Sommerreifen sieht man den Winterreifen die
ganzen Strapazen des Winters an: Spritzwasser, Streusalzreste und Bremsabrieb
haben Ihre Spuren hinterlassen, setzen dem Material zu und können so im
nächsten Jahr zum Sicherheitsrisiko werden. Reifendruckkontrollsystem (RDS) Einige Automobilhersteller bieten heute Fahrzeuge mit
einem Reifendruckkontrollsystem an. Dieses dient zur permanenten Kontrolle des
Reifenfülldrucks. Der Fahrer wird auf einen zu geringen Fülldruck aufmerksam
gemacht und aufgefordert, diesen zu korrigieren.
Im Falle einer Reifenpanne wird er umgehend gewarnt und aufgefordert anzuhalten.
Zur Kontrolle des Fülldruckes wird in das Rad-/Reifensystem ein Sensor
montiert.
Mitschuld wer im Winter Sommerreifen fährt Nach einem Urteil des Amtsgerichts Trier (AZ 6 C 220/85) trägt ein Autofahrer 20 % Mitschuld wenn er mit Sommerreifen fährt, behindert wird und auf einer verschneiten Straße ins Schleudern gerät.
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